Virtueller 360 Grad Rundgang im Kletterwald (Teil 2)

Im ersten Teil unserer Serie hatten wir die Aufnahmebedingungen der 360 Grad Fotos für die virtuelle Besichtigung des Kletterwalds beschrieben und was die Herausforderungen dabei waren. In diesem Beitrag geht es darum, wie die Bildbearbeitung erfolgt und der virtuelle Raum zusammengesetzt wird.


Als Erstes werden die Aufnahmen akribisch mehrfach gesichert. Dies erfolgt auf separaten Datenträgern sowie in der Cloud. Das kostet etwas Zeit, ist aber immer empfehlenswert. Da wir für unsere virtuellen Touren stets im RAW-Format aufnehmen, kommt pro Kunde schon eine große Datenmenge alleine von den Aufnahmen mit den großen Dateigrößen zusammen.


Es erfolgt der Import und die (Vor)Bearbeitung in Lightroom, wo die Belichtungsreihen miteinander verrechnet, farblich abgestimmt (Colorgrading), helle und zu dunkle Bereiche korrigiert sowie schon einer leichten Grobretusche unterzogen werden.

Import der Fotodateien in Lightroom
Import und Vorbearbeitung der Fotodateien in Lightroom

Anschließend kommt dann das Zusammensetzen der einzelnen Aufnahmen zu einem 360 Grad Panorama. Dies ist bei solchen Standorten wie dem Kletterwald sehr aufwendig, da der Bildabgleich manuell erfolgen muss, um Parallaxenfehler im Panorama zu vermeiden. Anders ausgedrückt: Werden die Bilder nicht akribisch miteinander abgeglichen, erhält man später in der zusammengefügten Aufnahme hässliche Versätze. Auf einem Waldfoto würde man da z. B. einen Teil der Bäume um ein paar Zentimeter versetzt zum Rest sehen, was man so natürlich nicht anbieten könnte.


Zusammensetzen eines 360 Grad Panoramas für die virtuelle Besichtigung
Zusammensetzen eines 360 Grad Panoramas für die virtuelle Besichtigung

Ist dieser Vorgang abgeschlossen, erfolgt das Erstellen und Verbinden der virtuellen Räume, sowie die Funktionseinbindung. Das bedeutet, dass zuerst die Panoramaaufnahmen in der Rektangularprojektion logisch aneinander gereiht werden, damit der Betrachter der virtuellen Tour von "Raum zu Raum" springen kann. Jetzt erfolgt das Auflegen von Funkionen oder Hervorhebungen für die virtuelle Realität. Dies wird u. a. mit farblichen Overlays realisiert, die auf Wunsch entweder per Mausklick oder beim Rollover einen Text anzeigen bzw. ein Infofenster öffnen.


Feinretusche sowie weitere Korrekturarbeiten
Feinretusche sowie weitere Korrekturarbeiten

Ist dieser Vorgang abgeschlossen, erfolgt das Erstellen und Verbinden der virtuellen Räume, sowie die Funktionseinbindung. Das bedeutet, dass zuerst die Panoramaaufnahmen in der Rektangularprojektion logisch aneinander gereiht werden, damit der Betrachter der virtuellen Tour von "Raum zu Raum" bzw. von Bild zu Bild springen kann. Jetzt erfolgt das Auflegen von Funkionen oder Hervorhebungen für die virtuelle Realität. Dies wird u. a. mit farblichen Overlays realisiert, die auf Wunsch entweder per Mausklick oder beim Rollover einen Text anzeigen bzw. ein Infofenster öffnen.


Anbringen von farblichen Overlays in der virtuellen Tour
Anbringen von farblichen (Funktions-)Overlays in der virtuellen Tour

Zum Schluss wird die virtuelle Besichtigung mit einer Software abspielbar berechnet und gerendert und kann jetzt als Link oder Codesnippet für Webseiten zur Verfügung gestellt werden.


Der fertige Rundgang kann hier besichtigt werden: Virtuelle Tour Kletterwald Action Forest









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